Pressespiegel - Ensemble Resonanz

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Oper im Seperdepot: Rock me, Orfeo!

Helmar Dumbs, Die Presse, 27. Juli 2010

Bei der Spielfreude, mit der alle Beteiligten am Werke sind, fallen die Ausstattungsabsonderlichkeiten (der Sand auf der Bühne wäre am Donaukanal besser aufgehoben, die Kostüme bei der Caritas) kaum ins Gewicht. Stimmlich steht die famose Orfeo-Darstellerin Catrin Kirchner mit ihrem extrem wandlungsfähigen, intonationssicheren Sopran weit über dem Rest des Ensembles, das jedoch keine wirklichen Schwachstellen aufweist und vom geschmackvoll phrasierenden Ensemble Resonanz sicher und partnerschaftlich durch den Abend getragen wird.

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Barde zwischen Barock und Blues

Stefan Ender, DER STANDARD, 23. Juli 2010

Das Ensemble Resonanz musiziert licht, tänzerisch und mit pulsierender Lebendigkeit. Feinfühlig und virtuos wird zwischen diversen Begleitvarianten hin und her geswitcht. Es verschmelzen, interagieren, bereichern sich klingendes Gestern und Heute.

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Angriffe mit Topfschwamm und Rasierapparat

Verena Fischer-Zernin, Hamburger Abendblatt, 11. Juni 2010

Welcher Inspirationsquellen bedient sich ein Komponist, um unsere heutige Lebenswelt zu erfassen? Das Ensemble Resonanz hat im letzten Konzert seiner Reihe "Don't push the Sounds" den Italiener Fausto Romitelli (1963-2004) porträtiert. In knapp einer Stunde breiteten die Musiker, der Dirigent Aurélien Bello und der Tontechniker Peter Böhm in vielfältigen Besetzungen ein Panorama an Stimmungen, Bildern, ja Szenen aus.

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Residenzorchester verpflichtet Residenzkünstler

Tom R. Schulz, Hamburger Abendblatt, 2. Juni 2010

Weihnachtskonzert für Obdachlose in der Altonaer Fabrik, Auftritt bei der Musikbiennale in Venedig, Babykonzert in der Centrum-Moschee in St. Georg, Gastspiel in Hudderfield beim renommiertesten Neue-Musik-Festival Großbritanniens: In der Wahl seiner Spielstätten und Publikumskreise legt das Ensemble Resonanz eine ähnliche Freude am fortwährenden Spagat an den Tag wie bei der Gestaltung seiner aus alter und zeitgenössischer Musik aufregend gemischten Programme. Mit so vielen Konzerten wie nie zuvor geht das seit 2002 in Hamburg ansässige Spezialensemble für exquisit gespielte Kammermusik in die kommende Saison. Und erstmals in seiner Geschichte vertraut es sich einem künstlerischen Leiter als Artist in Residence an - dem frankokanadischen Cellisten Jean-Guihen Queyras.

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Ensemble Resonanz: Neue Saison mit Cellist Queyras

Peter Krause, DIE WELT, 21. Mai 2010

Jean-Guihen Queyras wird Artist in Residence des Ensembles Resonanz. Persönlich stellte der kanadisch-französische Cellist gestern das Programm "Resonanzen 2010/11" vor, von dessen sechs Konzerten er die Hälfte selbst bestreiten wird. Die Entscheidung für die auf zwei Jahre angelegte enge Zusammenarbeit sei gleich nach dem ersten gemeinsamen Konzert gefallen, bei dem einfach "alles gestimmt" habe, so der renommierte Musiker mit dem großen Herz für Kammermusik und Zeitgenössisches.

Vom Ensemble Resonanz schwärmt er in flüssigem Deutsch gar als dem "besten Kammerorchester der Welt", schließlich sitze hier "jeder einzelne Musiker auf der Stuhlkante", sodass eine "enorme Elektrizität auf der Bühne entsteht". Hochspannung versprechen auch seine Pläne für die erste von ihm gestaltete Spielzeit. Das Eröffnungskonzert am 18. September ist unter dem Motto "Red Red Rose" verschlüsselten Liebeserklärungen gewidmet, wie sie Hans Werner Henze, Gustav Mahler und Alban Berg ersonnen haben.

Dazu spielt Queyras das C-Dur-Cellokonzert von Haydn. György Ligetis raffinierte Klangflächen der "Ramifications" sind Mottogeber für den 27. Februar 2011: Ausgehend von Bartóks "Divertimento für Streichorchester" wird zudem Musik von Lutoslawski und Haydn für kompositorische Quer- und Doppelpässe sorgen. Dem 100. Todestag von Gustav Mahler am 18. Mai 2011 widmet das Ensemble Resonanz sein letztes Konzert und kombiniert "Das Lied von der Erde" - Maite Beaumont singt das Alt-Solo - mit Mahlers Adagio aus der 10. Sinfonie und Hanns Eislers "Gesang des Abgeschiedenen".

Geschäftsführer Tobias Rempe gab zudem hoffnungsvolle Ausblicke: Überregional und international sei das Interesse an seinem Ensemble stark gewachsen, sodass in der neuen Spielzeit erstmals 45 Konzerte geplant seien, davon 21 als Gastspiele. So wird das Orchester u. a. mit Andreas Bodes Inszenierung von Monteverdis "Orfeo" in Wien gastieren. Unter den Uraufführungen, die das Ensemble aus der Taufe heben wird, ragt Jan Müller-Wielands Anverwandlung von Roger Willemsens Buch "Der Knacks" heraus. Das Melodram entsteht als Auftragswerk des Ensembles mit dem NDR und dem Beethovenfest Bonn, wo es am 29. September Weltpremiere feiert.


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Hamburger Abendblatt, 2009 | „Wir flüstern es mal ganz bescheiden durchs Tor zur Welt hinaus: Das Ensemble Resonanz ist Weltklasse.”


DIE WELT, 2008 | „Wer das Ensemble Resonanz mit seinen beiden Gästen beobachtet, der erlebt Zukunftsmusik schon in der Gegenwart. Sie entsteht in einer hierarchiefreien Zone, in der die Autorität jedes einzelnen anerkannt wird und wo das Ziel in der bestmöglichen gemeinsamen Deutung eines Werks besteht.”


FAZ, 2009 | „Am meisten beeindruckte jedoch ihr Zusammenspiel, in dem sie ohne Koordination durch einen Dirigenten wie ein einziger Organismus zusammenwirkten.”


Hamburger Abendblatt, 2007 | „Immer wieder bürsten sie mit exquisiter Spielkultur Musikgeschichte gegen den Strich - ohne allerdings den historischen Kontext aus den Fingern zu verlieren.”


Frankfurter Rundschau, 2004 | „Und hier war er dann in Reinform zu hören: dieser intelligente, nie dickliche, immer dynamisch wache Resonanz-Klang, der sich seine Leichtigkeit bewahrt hat.”


Hamburger Morgenpost, 2006 | „Das Ensemble Resonanz samt Gästen spielt nahezu göttergleich.”


DIE WELT, 2006 | „Ein Klangbild, das Raum und Zeit sprengt.”


Göttinger Tageblatt, 2002 | „Das Ensemble besitzt spieltechnische Perfektion und musikalische Innovationskraft. Maßstabsetzend und vorbildlich für alle modernen Orchester.”


Concerti 2006 | „Dann ist das Ensemble Resonanz endlich auch ganz offiziell, was es ein klein wenig längst schon war, Hamburgs musikalischer Botschafter in der Welt.”