Oper im Seperdepot: Rock me, Orfeo!
Helmar Dumbs, Die Presse, 27. Juli 2010
Bei der Spielfreude, mit der alle Beteiligten am Werke sind, fallen die Ausstattungsabsonderlichkeiten (der Sand auf der Bühne wäre am Donaukanal besser aufgehoben, die Kostüme bei der Caritas) kaum ins Gewicht. Stimmlich steht die famose Orfeo-Darstellerin Catrin Kirchner mit ihrem extrem wandlungsfähigen, intonationssicheren Sopran weit über dem Rest des Ensembles, das jedoch keine wirklichen Schwachstellen aufweist und vom geschmackvoll phrasierenden Ensemble Resonanz sicher und partnerschaftlich durch den Abend getragen wird.
Barde zwischen Barock und Blues
Stefan Ender, DER STANDARD, 23. Juli 2010
Das Ensemble Resonanz musiziert licht, tänzerisch und mit pulsierender Lebendigkeit. Feinfühlig und virtuos wird zwischen diversen Begleitvarianten hin und her geswitcht. Es verschmelzen, interagieren, bereichern sich klingendes Gestern und Heute.
Angriffe mit Topfschwamm und Rasierapparat
Verena Fischer-Zernin, Hamburger Abendblatt, 11. Juni 2010
Welcher Inspirationsquellen bedient sich ein Komponist, um unsere heutige Lebenswelt zu erfassen? Das Ensemble Resonanz hat im letzten Konzert seiner Reihe "Don't push the Sounds" den Italiener Fausto Romitelli (1963-2004) porträtiert. In knapp einer Stunde breiteten die Musiker, der Dirigent Aurélien Bello und der Tontechniker Peter Böhm in vielfältigen Besetzungen ein Panorama an Stimmungen, Bildern, ja Szenen aus.
Residenzorchester verpflichtet Residenzkünstler
Tom R. Schulz, Hamburger Abendblatt, 2. Juni 2010
Weihnachtskonzert für Obdachlose in der Altonaer Fabrik, Auftritt bei der Musikbiennale in Venedig, Babykonzert in der Centrum-Moschee in St. Georg, Gastspiel in Hudderfield beim renommiertesten Neue-Musik-Festival Großbritanniens: In der Wahl seiner Spielstätten und Publikumskreise legt das Ensemble Resonanz eine ähnliche Freude am fortwährenden Spagat an den Tag wie bei der Gestaltung seiner aus alter und zeitgenössischer Musik aufregend gemischten Programme. Mit so vielen Konzerten wie nie zuvor geht das seit 2002 in Hamburg ansässige Spezialensemble für exquisit gespielte Kammermusik in die kommende Saison. Und erstmals in seiner Geschichte vertraut es sich einem künstlerischen Leiter als Artist in Residence an - dem frankokanadischen Cellisten Jean-Guihen Queyras.
Ensemble Resonanz: Neue Saison mit Cellist Queyras
Peter Krause, DIE WELT, 21. Mai 2010
Geschäftsführer Tobias Rempe gab zudem hoffnungsvolle Ausblicke: Überregional und international sei das Interesse an seinem Ensemble stark gewachsen, sodass in der neuen Spielzeit erstmals 45 Konzerte geplant seien, davon 21 als Gastspiele.
Don Quijote tanzt und verführt an der Alster
Nathan Steinhagen, 23. Mai 2010, Kulturport.de
Boccherinis Cellokonzert G-Dur (klassisch mit formalen Freiheiten der Sonatensatzform) wurde wunderbar ausmusiziert im Zusammenspiel von Solo und Tutti – von Queyras besonders verklärt und nostalgisch in den Kadenzen.
Der Leuchtturm sucht die Strahlkraftverstärkung
Tom R. Schulz, Hamburger Abendblatt, 29. April 2010
Das Ensemble Resonanz hat das Zeug zur Champions League der Kammerorchester, aber es braucht alle Unterstützung der Stadt Hamburg.
Großes Potential - Ensemble Resonanz mit Beat Furrer
Helmut Peters, DIE WELT, 3. April 2010
Auch in der abschließend von Furrer dirigierten Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta von Bartók mit dem Schlagquartett Köln bewies das Ensemble Resonanz wieder sein ungeheures Potenzial.
Filigrane Gereiztheit
Ljubiša Tošić, DER STANDARD, 3. März 2010
Es bedarf allerdings auch orchestraler Könner des Filigranen, wie des deutschen Ensembles Resonanz, um solch sensiblem Gewebe die nötige Präsenz zu verleihen.
Ein zauberhafter Mozart
Ilka Kreutzträger, taz, 20. Februar 2010
Valentino setzt das Ganze spielerisch um - indem er etwa nach Noten sucht, die mitten im Konzert aus den Notenheften verschwinden. Das Ensemble Resonanz jongliert ebenso spielerisch mit Mozart und Adams, mischt Passagen der beiden Werke und improvisiert mitreißend.
Abenteuerliche Reise durch ferne Klangwelten
Marcus Stäbler, Hamburger Abendblatt, 2. Februar 2010
Durch die ungewohnte Nachbarschaft zu Cage, Feldman, Tenney und anderen ergaben sich reizvolle Reibungspunkte: Nach Feldmans asketischer Klangstudie "Christian Wolff in Cambridge" wirkten etwa die wispernden Tremoli am Anfang von Schuberts c-moll-Quartettsatz ganz eisig - von den Streichern des Ensemble Resonanz sehr fein artikuliert, trotz der halligen Kirchenakustik.
Mit dem Franzl im tosenden Big Apple
Bernd Aulich, Recklinghäuser Zeitung, 2. Februar 2010
Wie klingt es, wenn der Franzl, der ja Wirtshaus-Eskapaden nicht abgeneigt war, im tosenden Big Apple einträfe? Das war gleich zu Beginn zu hören, als seine frühe c-Moll-Ouvertüre, eine dunkle Trauermusik für Streicher mit einem bohrenden Thema wie bei Beethoven, auf Morton Feldmans Chorstück „Christian Wolff in Cambridge“ mit ihren schwebenden Klangflächen im Obertonbereich traf.
Elbphilharmonie - Klassikkonzerte für junge Familien
ddp, 21. Dezember 2009
So locker geht eher selten zu bei klassischen Konzerten der Hamburger Elbphilharmonie. Zahlreiche Zuhörer wuseln um und auf der Bühne herum, andere schlafen seelenruhig auf ihren Plätzen. Allerdings ist das Publikum auch eher ungewöhnlich, viele Zuhörer sind gerade ein Jahr alt.
Mozart mit Kohlensäure
Tom R. Schulz, Hamburger Abendblatt, 11. Dezember 2009
In den Notentext von Mozarts Sinfonie Nr. 29 A-Dur pressten die Musiker Energie und Lebendigkeit wie der Siphon Kohlensäure in stilles Wasser. Wann klang Mozart in dieser Stadt zuletzt so spritzig, hellwach und facettenreich? Wir flüstern es mal ganz bescheiden durchs Tor zur Welt hinaus: Das Ensemble Resonanz ist Weltklasse.
Klang-Raum-Installation
Tom R. Schulz, Hamburger Abendblatt, 23. November 2009
Mit einer Installation, die ihren Namen beim Wort nimmt, begannen gestern Abend die Hamburger Klangwerktage auf Kampnagel. Die große Empfangshalle war zuvor von Architekturstudenten der HafenCity-Universität mithilfe grauer Plastikrohre, wie sie Installateure verwenden, in ein Raumkunstwerk verwandelt worden.
Edle Eleganz auch in den kratzbürstigsten Passagen
Marcus Stäbler, Hamburger Abendblatt, 13. November 2009
Zimmermann hatte das Programm mit den Musikern einstudiert, die schon in der eröffnenden Mendelssohn-Streichersinfonie spritzige Spielfreude an den Tag legten und dann in Korngolds Serenade viele berückende Momente schufen. Hier verstärkte Tabea Zimmermann das Ensemble als Luxus-Stimmführerin – und fügte sich wunderbar in den Kammerorchesterklang ein.
Alte Oper - Ensemble Resonanz
Elisabeth Risch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Oktober 2009
In allen Fällen gelang es den 19 jungen Musikerinnen und Musikern, die jeweilige Tiefenschärfe und emotionale Kraft der konstruktivistischen Kompositionen virtuos zur Geltung zu bringen. Am meisten beeindruckte jedoch ihr Zusammenspiel, in dem sie ohne Koordination durch einen Dirigenten wie ein einziger Organismus zusammenwirkten.
Goldberg, variiert
Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau, 20. Oktober 2009
Wo nicht nur Finger Saiten drücken, sondern auch Arme Bogenstriche ziehen müssen, da bekommt in der Streicher-Physiognomie ein auf dem Cembalo bloß perlender Töneverlauf schnell etwas Aufgeputschtes und virtuos Rasantes.
Streicher zeigen hohe Präzision
Axel Zibulski, Offenbach-Post, 20. Oktober 2009
Berückend war die Präzision, mit der die Streicher jede Bachsche Verzierung einstreuten, jeden Pralltriller und Doppelschlag prägnant ausspielten; nie zum Verschwommenen tendierte das in der Streicher-Version gestärkte Legato-Spiel.
Ein Kosmos in zwölf Tönen
Michael Dellith, Taunus Zeitung, 20. Oktober 2009
Das „Ensemble Resonanz“ hüllte in der Alten Oper Bachs „Goldberg-Variationen“ in ein neues Klanggewand, verwoben mit Stücken von Anton Webern.
Kertész-Roman als Klangerlebnis
Verena Fischer-Zernin, Hamburger Abendblatt, 10. Oktober 2009
Das Ensemble Resonanz hat sich zu seinem Saisonauftakt im Kleinen Saal der Laeiszhalle ein Sujet vorgenommen, wie es gewichtiger nicht sein könnte. (...) Ein gerade in seiner Unnachgiebigkeit tief bewegender Abend.
Auf Pilgerpfad zu den Klängen der Neuen Musik
Milena Meller, Tiroler Tageblatt, 29. September 2009
In der Stamser Basilika sah man sich dann umgeben von in den Chorstühlen postierten, sämtlich exzellenten Solisten des Ensembles Resonanz sowie des composers slide quartet, die mit den Stuttgarter Vokalsolisten den Klangspuren einen hochkarätigen Abschluss bescherten
»Resonanz« erschafft einen rüstigen Bach
Till H. Lorenz, Flensburger Tageblatt, 10. August 2009
Am Ende verdankte die Kombination ihren Erfolg jedoch zweifelsohne auch dem Klang des Ensembles Resonanz. Ohne diesen wäre das Nebeneinander von Bach und Webern so kaum möglich gewesen. Doch das engagierte Spiel des Ensembles schuf einen modernen (oder sollte man sagen: rüstigen) Bach, dem das etwas andere Generationentreffen mit Webern nicht schwer fiel.
SHMF: Hochprozentige Konzentrate mit dem Ensemble Resonanz
Kieler Nachrichten, 9. August 2009
Neumünster - „Barocker Überschwang und aphoristische Strenge“ - so lässt sich das SHMF-Konzert des Ensemble Resonanz in der Vicelin-Kirche zu Neumünster zusammenfassen. Als Hauptwerk erklangen Bachs Goldberg-Variationen in der 1985 von Dmitri Sitkowetskij erstellten Bearbeitung für Streichorchester, welche durch drei Einschübe unterbrochen wurde und worin zweimal die Fünf Sätze für Streichquartett op. 5 von Anton Webern sowie dessen Streichquartett op. 28 als harter Kontrast eingefasst wurden. Obwohl das anspruchsvolle Programm ohne Pause in bestechender Strenge durchlief, zogen seine innere Dramaturgie und das exzellent aufspielende Ensemble das kaum sich zu regen wagende Publikum in seinen Bann.
Peter Schmidts poetische Elegie auf Venedig
Hamburger Abendblatt, 3. August 2009
Milchig grauer Dunst verschleiert den Blick auf San Giorgio Maggiore. Palladios Kirchenbau erblickt der Venedig-Tourist als Erstes. Ansonsten meidet Schmidt Postkarten-Klischees auf den neun beweglichen Stelen im weißen Raum. Zu den vom Ensemble Resonanz exzellent gespielten Vivaldi-Kompositionen choreografierte Orkan Dann mit drei Paaren leichtfüßige Tanzskizzen über Liebe, Lust und Tod.
Träum weiter das Märchen Venedig - Designer Peter Schmidt inszeniert für das SHMF am Ernst Deutsch Theater
Lutz Lesle, DIE WELT, 3. August 2009
Als Bühnen- und Kostümbildner des Ernst Deutsch Theaters und der Staatsoper schien der Liebhaber der Lagunenstadt wie geschaffen, die verlorene Einheit der Künste für zwei Abende wieder herzustellen: Tanz, Musik, Poesie, Prosa, Schauspiel, Malerei, Fotografie und Lichtdesign - zur Collage gebunden und verfranst. So wurde die Bühne des Ernst Deutsch Theaters zum vielfach gebrochenen Spiegel des Sehnsuchtsorts, sichtbar vor allem an den fahrbaren Stelen, die - von Tänzern immer wieder umgruppiert - den Facettenreichtum der Stadt zur Schau stellten.
Von der Liebe einer Stadt zu ihrem Besuch
Maike Nicolai, Flensburger Tageblatt, 3. August 2009
"Die Liebe zu Venedig ist keine Einbahnstraße", sagt Elke Heidenreich. "Venedig liebt zurück, aber heimlich, verborgen, und es dauert lange, bis man es spürt." Der Designer Peter Schmidt, der Shmf-Dramaturg Frank Siebert und die Künstler, die sie im Ernst Deutsch Theater Hamburg für ihr Projekt vereinten, lieben die Lagunenstadt und werden von ihr geliebt. Wie sonst konnten sie ihr mit "Venezia - Schönheit und Trauer" ein so fesselndes Gegenbild entwerfen? Traumgleich führte ihre Collage aus Lyrik, Musik und Tanz durch die verschiedensten Stimmungen, mit denen "die ewige Verführerin" ihre Besucher seit Jahrhunderten verzaubert.
SHMF: Musiktheatralisches Projekt »Venezia - Schönheit und Trauer«
Christian Strehk, Kieler Nachrichten, 2. August 2009
Tapfer besteht das Ensemble Resonanz die heikle Aufgabe, in einer wohlklangfeindlichen Sprechtheaterakustik Vivaldi-Concerti zu spielen. Und mitten im Reigen der Werke von Galuppi bis Nono lässt die Sopranistin Maria Bulgakova bei Schumann (Venetianisches Lied II op. 25 Nr. 18) und Vivaldi (aus: Tamerlano) mit nachtfarbenen Tönen aufhorchen.
Exportschlager mit starken Heimspielen
Ilja Stephan, Hamburger Abendblatt, 19. Juni 2009
"Dass sie sich immer mehr zum Exportschlager der Musikstadt Hamburg entwickeln, unterstrichen die Musiker des Ensemble Resonanz bei der Vorstellung der Saison 2009/2010."
Die kommende Saison des Ensemble Resonanz
Helmut Peters, DIE WELT, 5. Juni 2009
"Unserem Kernangebot bleiben wir treu", sagt der Geschäftsführer des seit acht Jahren in Hamburg ansässigen Ensemble Resonanz, Tobias Rempe, zur Vorstellung der neuen Konzertsaison 2009/2010. "Und doch machen wir auf unserem Weg zum Ensemble in Residence der Elbphilharmonie einen großen Schritt nach vorn." Zum ersten Mal werden sich die jungen Musiker, die wie kein anderes Hamburger Orchester Tradition und Avantgarde gleichmäßig porträtieren, mit dem französischen Cellisten Jean-Guihen Queyras ab 2010/11 über einen längeren Zeitraum an einen "Artist in Residence" binden.
Wo Altes sich im Neuen spiegelt
Jutta Rinas, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 2. Juni 2009
»Wie aber kann ein Konzert nach einem Stück so voller letzter Fragen und Dinge noch weitergehen? Es gehörte zu den großen Qualitäten des Abends, dass das Ensemble Resonanz darauf mit klug ausgewählten Kompositionen und herausragenden Interpretationen Antworten fand.«
Bewegender Herrenhausen-Start
Henning Queren, Neue Presse, 2. Juni 2009
»Begonnen hatte der Konzertabend mit Haydn, der "Maria Theresia"-Sinfonie, ebenfalls gespielt vom perfekt eingestellten Ensemble Resonanz, das keinen Dirigenten benötige. Rasant in den schnellen Sätzen mit angeschärftem Streicherklang, markigen Naturhörnern und tänzerisch-pulsierend sogar noch in den langsamen Passagen, wurde auch das berühmte Mozart-Divertimento (KV 136) in Szene gesetzt.«
Anspruchsvolle Zuhörer ausgebildet
Clemens Matuschek, Hamburger Abendblatt, 20. Mai 2009
»Mendelssohns Streichersinfonie Nr. 10, sozusagen die musikalische Gründungsurkunde des Ensemble Resonanz, lässt die Qualitäten des Klangkörpers besonders ohrenfällig werden. Überfallsartig stürmt das Hauptthema voran, um alsbald einem schwärmerischen Seitensatz zu weichen. Das Orchester atmet, fühlt, bewegt sich wie ein einziger vielgliedriger Organismus – perfekte Feinabstimmung, die ihresgleichen sucht, selbst im Übergang zur irrwitzigen Stretta.«
Gabrieli, Nono und Rihm im Dialog - Blickpunkt Venedig
Dr. Stefan Drees, Klassic.com, 7. April 2009
»Mit einem sorgfältig abgestimmten, rundum überzeugend konzipierten Programm gab das Ensemble Resonanz unter Leitung von Peter Rundel am Samstagabend im Alfried Krupp Saal vor leider nicht besonders zahlreichem Publikum den Startschuss für dieses Projekt: […] Der frühbarocken Klangwelt Gabrielis standen Nonos frühe Kompositionen 'Polifonica – Monodia – Ritmica' und 'Canti per 13' gegenüber. […] Kaum zu bemerken war indes, dass hier auf modernem Instrumentarium, darunter auch Saxophon und Klarinette, musiziert wurde, denn die klangliche Umsetzung geriet schlackenlos, sauber und transparent und war innerhalb der einzelnen Gruppen äußerst homogen. […] Die drei Rihmschen Versuche einer 'Musik in memoriam Luigi Nono' überzeugten durch eine enorm konzentrierte und durchdachte Wiedergabe.«
Ansturm auf die Neue Sakralmusik
Ralf Dorschel, Hamburger Morgenpost, 9. März 2009
»Hinreißend Pärts bis ins Unhörbare gleitende Komposition "Orient & Occident", kolossal und mit einem überraschend heiteren "Hallelujah" gesegnet seine "Berliner Messe". Deutlich schwerer verdaulich sind Tüürs Werke - für die Streicher-fordernde Tour de Force "Action, Passion, Illusion" gab's heftigen Szenenapplaus, das abschließende "Requiem" war trotz halsbrecherischer Einsätze für Orchester und Chor eher was für den Verstand des Avantgarde-gestählten Fans. [...] Ein großartiger Abend mit einem bestens aufgelegten Ensemble Resonanz.«
Atmosphärische Dichte beim Ensemble Resonanz
Marcus Stäbler, Hamburger Abendblatt, 9. März 2009
»Mit dem RIAS Kammerchor und Dirigent Tonu Kaljuste hatten sich die Resonanzler Gäste von internationalem Spitzenniveau engagiert - und das zahlte sich hörbar aus. […] Mit sparsamen, aber prägnanten Gesten formte Kaljuste aus Streichern und 30 Sängern einen schlanken, klaren Gesamtklang mit vielen dynamischen Nuancen.«
Fazil Say feiert ein Mozart-Fest alla turca
Verena Fischer-Zernin, Hamburger Abendblatt, 27. Februar 2009
»In einem großen Spannungsbogen entfalteten die Streicher Anton Weberns spätromantischen, Fragment gebliebenen Satz für Streichorchester d-Moll mit seinen Anklängen an Beethoven und Strauss [...]. Die atonalen Fünf Sätze für Streichquartett, von Webern selbst für Streichorchester umgeschrieben, zeichneten die Musiker mal wie mit dem Silberstift und dann wieder extrem bis zur Schroffheit. [...] Wie alle Beteiligten in den Klavierkonzerten C-Dur KV 467 und D-Dur KV 537 aufeinander hörten, wie sich Say in den Orchesterklang fügte, als wäre seine Stimme nur eine unter vielen, schon das war beglückend.«
Heimspiel eines Nationalhelden der Klassik
Helmut Peters, DIE WELT, 27. Februar 2009
»Fazil Say nun spielt Mozarts Klavierkonzerte C-Dur KV 467 und D-Dur K 537 anders, als sie mancher zu hören gewohnt ist. Frontal ist seine Dynamik, kräftig der Anschlag und leidenschaftlich die Agogik. […] Das Fehlen eines Dirigenten für das Ensemble Resonanz, […] machte sich weniger in der Präzision des Zusammenspiels bemerkbar als in der Balance der Kräfteverhältnisse. Hervorragend gelangen dem Kammerorchester jedoch die Fünf Sätze op. 5 und das Fragment für Streichorchester von Anton Webern…«
Die Akribie des Uhrmachers
Ulrich Pollman, Berliner Tagesspiegel, 17. Januar 2009
»Das Ensemble ist in seinem Element, formt das komplexe Stimmgeflecht mit Andacht und Feingefühl, lässt es zum Schluss in gleißende Klangfarben zerlaufen. Auf gleichem Niveau gelingt Haydns Cellokonzert D-Dur: Jean-Guihen Queyras gestaltet die heiklen Solopassagen mit uhrmacherischer Akribie.«
Ein Abend für »Papa Haydn«
Mirjam Eck, Hamburger Morgenpost 16. Januar 2009
»Mit Zimmermanns "Konzert für Streichorchester" beweist [das Ensemble] anschließend, welch eingespieltes Team es ist. Ein Dirigent? Wozu? Ruppige Rhythmen à la Strawinsky, alles quasi im Blindflug und präzise auf den Punkt. Brillant!«
Eine Sternstunde offenbarte ihren milden Glanz
Verena Fischer-Zernin, Hamburger Abendblatt, 16. Januar 2009
»Die Naturhörner schmetterten nur so, die Oboen machten aus jedem ihrer Einwürfe eine kostbare Miniatur, und die Streicher tanzten durch ihre halsbrecherischen Läufe und dehnten unmerklich die Übergänge. Ein Feuerwerk an Witz und Esprit –«
Ensemble Resonanz mit erfrischenden Haydn-Variationen
Julian Hofer, DIE WELT, 16. Januar 2009
»Zum Abschluss nahm Queyras dann im Ensemble am ersten Cellistenpult Platz und ließ sich von der Leichtigkeit und Beweglichkeit der Resonanzler mitreißen. Gemeinsam entfesselten sie den viel zitierten "Sturm und Drang" in Haydns C-Dur-Sinfonie "Maria Theresia" und ließen die Klangrede des Jubilars plastisch werden. Instrumentale Details wurden farbig ausgekostet, dem "Nervigen" in den Ecksätzen sehr fein nachgespürt, all das voll der melodischen Anmut - brillant!«
Gottvater Haydn: Queyras mit dem Ensemble Resonanz in Berlin
Tobias Roth, Klassik.com, 15. Januar 2009
»Die Filigranität des Stimmengeflechts, in der sich das Thema wuchernd verzweigt, aufgespalten wird, überkreuzend und gegeneinander laufend wiederkehrt, wurde vom Ensemble Resonanz und Queyras mit einer beeindruckend ausbalancierten Tiefenschärfe gespielt. […] Beide Werke wurden aus dieser Kombination heraus gesteigert: besser kann ein Konzertprogramm wohl kaum Akzente setzen.«
Apollo bittet zum Tanz unter Palmwedeln: Originelles für Augen und Ohren vom Ensemble Resonanz
Verena Fischer-Zernin, Hamburger Abendblatt, 16. Dezember 2008
»Das Ensemble Resonanz hat wieder mal zu einem geistreich konzipierten Abend in den Kleinen Saal der Laeiszhalle geladen: Im Zeichen des Musenbeschützers Apollo aus der griechischen Mythologie verschränkte das Programm Werke verschiedener Epochen und stellte Binnenbeziehungen heraus. Angereichert wurde das Ganze von einer raffinierten Lichtregie, die den kargen Saal gegen Ende gar in einen tropisch anmutenden Nachthimmel verwandelte - Palmwedel inbegriffen.
50 Jahre Kammermusik in Quickborn: brillant
kuk, Pinneberger Zeitung, 15. Dezember 2008
»Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Eberhard Hasenfratz spielten die Musiker Haydns Klavierkonzert G-Dur. Mit wunderbar perlenden Läufen auf dem Flügel begeisterte Knauer das Publikum im Allegro. Und im getragenen Adagio setzte sich das gelungene Zusammenspiel zwischen dem Pianisten und dem Streichorchester fort. […] Brittens kunstvolle Klangkulisse in seinem Werk "Young Apollo" setzten die Musiker so brillant um, dass sich das Publikum in der Hertz-Realschule mit langanhaltendem Beifall bedankte.«
Von einfach bis extrem
Ilja Stephan, Hamburger Abendblatt, 10. Oktober 2008
»Lachenmanns Streichquartett "Grido" entwickelt sich langsam zu einem Markenzeichen der Resonanzler. Und auch dieses Mal gelangen ihnen die geheimnisvollen Klanggemische dicht und suggestiv. So gut gespielt, pendelt das Werk auf rätselhafte Weise zwischen den Extremen schön und schockierend.«
Neue Musik zwischen Geduldsprobe und Faszination
Markus Stäbler, Hamburger Abendblatt, 30. September 2008
»In ihrem "Mutatis Mutandis" für zwölf verstärkte Streicher ließ die Französin [Clara Maïda] die famosen Musiker des Ensemble Resonanz Klänge von schmerzlicher Schärfe exerzieren: Als würde man mit Kreide auf einer Tafel quietschen, an einer Rasierklinge lecken und auch noch Spaß haben.«
Großartige Geräusche, kuriose Klänge
Markus Stäbler, Hamburger Abendblatt, 29. September 2008
»Ein krächzendes Schaben der Bogenhaare, direkt am Steg. Filigran flirrende Flageolett-Fiepser zwischen beißenden Dissonanzen. Und dann wieder zart gehauchte Rausch-Geräusche am Rande der Stille: Helmut Lachenmanns 2002 vollendetes Streichquartett "Grido" entfaltet eine große Palette unterschiedlicher Sounds und Farben. Mit ihrer unglaublich dichten, sorgsam differenzierten, organisch phrasierten Darbietung von Lachenmanns großartiger Geräuschmusik zogen die Mitglieder des Ensemble Resonanz die Hörer im Rolf-Liebermann-Studio in ihren Bann: ein packender Einstieg in das Eröffnungskonzert des Festivals "KLANG!-START" - zugleich auch der Saisonauftakt der NDR-Reihe "das neue werk".«
Loops und Leidenschaft
Sören Ingwersen, Hamburger Morgenpost, 21. Mai 2008
»Was wäre Musik ohne Leidenschaft? Nur eine fade Klangkulisse. Unter dem Motto „Sturm und Drang“ präsentiert das Ensemble Resonanz jetzt beim letzten „Resonanzen“-Konzert der Saison die ganz großen Gefühle. Und wieder haben die jungen Streicher bewiesen, dass sie es verstehen, Kompositionen mehrerer Jahrhunderte sinnhaft nebeneinander zu stellen.«
Höhenflug auf Stahlfedern
Tom R. Schulz, DIE WELT, 19. Mai 2008
»Wer das Ensemble Resonanz mit seinen beiden Gästen beobachtet, der erlebt Zukunftsmusik schon in der Gegenwart. Sie entsteht in einer hierarchiefreien Zone, in der die Autorität jedes einzelnen anerkannt wird und wo das Ziel in der bestmöglichen gemeinsamen Deutung eines Werks besteht.«
Atemberaubende Darstellung
Bernd Heumüller, Neue Westphälische, 15. Januar 2008
»Wie das Ensemble Resonanz den Kontrast und die Verbindung zwischen alten und zeitgenössischen Meistern gleichermaßen sucht, demonstrierte es im "Ruf der Berge" aus dem Streichquartett Nr. 2: Ihr Instrumente stiegen mit auf die Berge und blickten über das Land.«
Eiskalte Engel - Jörg Arneckes Musiktheater
Daniel Behrendt, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 1. Oktober 2007
»Die knapp 30 inspiriert und präzise aufspielenden Musiker vom Ensemble Resonanz (souveränes Ferndirigat via Videokamera: Johannes Debus) verteilt der Komponist in kleinen Gruppen rund um den Zuschauerraum, einem riesigen, blick- und schalldurchlässigen Gazezelt. Aus den unterschiedlichsten Richtungen werden den Zuhörern Klänge von fast schmerzhafter Intensität zugetragen, Klänge, die reich sind an Farben, an Texturen, an insistierenden Rhythmen, an perkussiver Härte und manchmal ganz überraschend auch an Süße, an Zärtlichkeit.«
18 Streicher auf den Spuren von Napoleon
Bettina Brinker, Hamburger Abendblatt, 15. Juni 2007
»Tradition ist für sie kein Ruhekissen, auf das man sich gemütlich bettet. Tradition ist für die Musiker des Ensemble Resonanz stets die Pflicht, in Bewegung zu bleiben. Immer wieder bürsten sie mit exquisiter Spielkultur Musikgeschichte gegen den Strich - ohne allerdings den historischen Kontext aus den Fingern zu verlieren.«
Maite Beaumont - hinreißend sinnlich
Markus Stäbler, Hamburger Abendblatt, 4. September 2006
»Es gibt Momente, in denen Musik einen unwiderstehlichen Zauber entfaltet. Eine überwältigend magische Anziehungskraft, der man sich nicht entziehen kann und die den Hörer für ein paar kostbare Augenblicke alles um sich herum vergessen lässt. Bei ihrem jüngsten Auftritt in der Laeiszhalle hat Maite Beaumont das Publikum gleich mehrfach mit solchen Momenten beschenkt. […] Doch auch ohne Solistin vermochten Stockhammer und Orchester ihre Hörer zu fesseln. […] Durch flüssig-schlanke Tempi befreite das Ensemble Resonanz den zarten Schmelz vom dicken Schmalz - und machte so Appetit auf seine neue Saison mit vielen musikalischen Frischzellenkuren.«
Vom Wohl und Wehe des Wassers
Mk, Nordelbische, 27. August 2006
»Dass das Ensemble Resonanz als Orchester der Sommerlichen Musiktage Hitzacker ein großer Gewinn war, braucht kaum erwähnt zu werden. Hier bewiesen die Hamburger Musiker, dass sie zu den führenden Kammermusikensembles weltweit gehören.«
Mozart mit der Dampfwalze
Tom R. Schulz, Die WELT, 5. September 2005
»Ohne Dirigenten waren die Musiker des Ensemble Resonanz auf die Bühne gekommen und hatten mit wunderbar luftiger Spannkraft das Mozart-Divertimento F-Dur KV 138 in den Saal hinaufsteigen lassen wie einen schön bemalten kleinen Fesselballon.«
Im Inversionskrebsgang
Stefan Schickhaus, Frankfurter Rundschau, 25. Oktober 2004
»Und hier war er dann in Reinform zu hören: dieser intelligente, nie dickliche, immer dynamisch wache Resonanz-Klang, der sich seine Leichtigkeit bewahrt hat […].Dieser fünfminütige Berg-Kanon war dann kein Rätselkanon mehr, er war Antwort, Lösung.«
Himmlische Längen
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. August 2004
»(...) in streckenweise atemberaubendem Tempo und immer hochvirtuos wurde die Geschichte der Streicherkammermusik abgehandelt. Wie im Zeitraffer zogen die vielfältigen Intonations- und Artikulationsmöglichkeiten vorbei, wobei die Geschlossenheit niemals auf dem Spiel stand.«
Musik wie Balsam
Klaus Roß, Rhein-Neckar-Zeitung, 26. April 2004
»Mit einem ebenso brillant zusammengestellten wie musizierten Spezialitätenprogramm sorgte das Hamburger Ensemble Resonanz in der Stadthalle für das krönende Highlight des Heidelberger »Amerika-Frühlings« und entpuppte sich in Sachen Ensemblehomogenität, Klangkultur und Stilflexibilität einmal mehr als Kammerorchester der Extraklasse.«
Hamburger Abendblatt, 2009 | „Wir flüstern es mal ganz bescheiden durchs Tor zur Welt hinaus: Das Ensemble Resonanz ist Weltklasse.”
DIE WELT, 2008 | „Wer das Ensemble Resonanz mit seinen beiden Gästen beobachtet, der erlebt Zukunftsmusik schon in der Gegenwart. Sie entsteht in einer hierarchiefreien Zone, in der die Autorität jedes einzelnen anerkannt wird und wo das Ziel in der bestmöglichen gemeinsamen Deutung eines Werks besteht.”
FAZ, 2009 | „Am meisten beeindruckte jedoch ihr Zusammenspiel, in dem sie ohne Koordination durch einen Dirigenten wie ein einziger Organismus zusammenwirkten.”
Hamburger Abendblatt, 2007 | „Immer wieder bürsten sie mit exquisiter Spielkultur Musikgeschichte gegen den Strich - ohne allerdings den historischen Kontext aus den Fingern zu verlieren.”
Frankfurter Rundschau, 2004 | „Und hier war er dann in Reinform zu hören: dieser intelligente, nie dickliche, immer dynamisch wache Resonanz-Klang, der sich seine Leichtigkeit bewahrt hat.”
Hamburger Morgenpost, 2006 | „Das Ensemble Resonanz samt Gästen spielt nahezu göttergleich.”
DIE WELT, 2006 | „Ein Klangbild, das Raum und Zeit sprengt.”
Göttinger Tageblatt, 2002 | „Das Ensemble besitzt spieltechnische Perfektion und musikalische Innovationskraft. Maßstabsetzend und vorbildlich für alle modernen Orchester.”
Concerti 2006 | „Dann ist das Ensemble Resonanz endlich auch ganz offiziell, was es ein klein wenig längst schon war, Hamburgs musikalischer Botschafter in der Welt.”
